Steckbrief

Kurzbiographie

Geboren in Königsberg/Ostpr., Ende Februar 1943, klagt Berndt A. Skott erstmalig lauthals die Aufmerksamkeit der Anwesenden ein. Für einen purpur-rosigfarbenen, glatzköpfigen Siebenpfünder kein leichtes Geschäft zu jener Zeit.

Noch ahnte niemand, was dort den Windeln entwachsen würde, obwohl dem entweichenden Duft nach … Böse Zungen behaupten, die Russen seien in Königsberg erst einmarschiert, nachdem gesichert schien, dass dieser Horror-Stinker die Stadt in Richtung Westen verlassen hatte.

Und noch eine Besonderheit warf in frühester Kindheit ihre Schatten voraus: Jedes, aber auch wirklich jedes noch so kleines jungfräulichweißes Stück Papier mit und zur Not auch ohne Stift zu beschmutzen schien für ihn so natürlich selbstverständlich, wie kratzen, wenn es juckt! Keine Rückseite von lebenswichtigen Papieren, Dokumenten und Urkunden, wie zum Beispiel Lebensmittelmarken blieb verschont – gnadenlos und unnachgiebig.

Ein schwieriger, sehr schwieriger Knabe, der jede keimende Lust auf weiteren Familienzuwachs bereits im Ansatz zu ersticken wusste. Zum Teil aber auch einer Zeit geschuldet, in der man noch richtige echte Not erleben durfte und man sich  dafür nicht extra ins ferne Ausland begeben musste.

Den damaligen Trümmern und Aufbau-Parolen auf den Leim gehend, lernt er nach demVolksschulabschluss erst einmal etwas Ordentliches, Handfestes, etwas das seinen Mann ernährt, wird Maurer, dem sich bei seinem Wehrdienst die ganze Tragweite und Bedeutung seiner Berufswahl erschließt. Kalter Krieg, Kuba-Krise, atomare Bedrohung, Deutsch-Deutsche Front, welch eine Szenario für einen strebsamen jungen Maurer umgeben von allen möglichen Panzern, Raketen und Truppen. Nicht nur ein Wiederaufbau stand in Aussicht, nein, eine endlose Serie und jeder schöner und größer als der Vorherige!

Zwischen Beton-, Mörtel- und Steinakkord werden Tochter und Sohn gezeugt – die Bio-Version der Pflegevorsorgeversicherung, wenn es denn ordentlich läuft, … ja eben, … wenn!

Danach, direkt und ohne Umschweif, über Kaminbau, Werbeleitung im Möbel-Einzelhandel, Kleinverleger, Trennung und Scheidung von Familie, Interieur-Designer, unmittelbar vor der gesetzlichen Frühverhartzung 1991 die erste Veröffentlichung einer Karikatur in – Sie ahnen es – in Newsweek.

Seine seltsamen Ansichten und Betrachtungen erscheinen seither unter anderem in Berliner Zeitung – Das Parlament – Focus Magazin – Handelsblatt - Kölner Stadt-Anzeiger – Märkische Oderzeitung – Mitteldeutsche Zeitung – Münchner Merkur – Rheinpfalz – Südkurier – WAZ – Die Welt – Welt am Sonntag – Westdeutsche Zeitung. Ein Teil seiner Zeichnungen erscheinen honorarfrei regelmäßig in folgenden Obdachlosen-Zeitungen: Bodo Straßenmagazin, Dortmund,- Fifty-Fifty, Düsseldorf,- Trott-war, Stuttgart.

Er ist Mitherausgeber und Initiator von „Deutschkunde“ Band I und II, Karikaturen gegen rechte Gewalt, die gleichzeitig als Wanderausstellung in dreifacher Ausfertigung Schulen zu Bildungszwecken kostenfrei auf Anforderung unter info@fiftyfifty-galerie.de zur Verfügung steht.

Auszeichnungen und Streicheleinheiten

  • 1995 Thomas Nast Preis Landau, Rheinland-Pfalz
  • 1995 3. Deutscher Preis für die politische Karikatur Akademie für Kommunikation, Stuttgart
  • 1999 Förderpreis der Stadt Stuttgart
  • 2001 Förderpreis der Stadt Stuttgart
  • 2002 Förderpreis der Stadt Stuttgart
  • 2004 2. Deutscher Preis für politische Karikatur, Rückblende 2004
  • 2004 Bund Deutscher Zeitungs- Verleger, Berlin, BDZV.
  • Mitglied der Rheinischen Humorverwaltung Düsseldorf
  • Wilhelm Busch Gesellschaft Hannover
  • Studiengesellschaft für Friedensforschung München

Karikatur von Berndt A. Skott